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@RyanStekken Den Begriff "Verlierer" kann man verschieden interpretieren, nicht nur territorial. Wichtiger wäre, dass dadurch eine längerfristige Stabilität entsteht, nicht gleich der nächste Konflikt vorprogrammiert ist. In diesem Sinn kann man territorial verlieren, aber langfristig effektiv gewinnen, wenn gut gemacht.
1871 nach dem Deutsch-Französischen Krieg hatte Deutschland die Lehren aus dem Wiener Kongress ignoriert, in Versailles demonstrativ triumphiert, und die Grundlage für den 1. Weltkrieg gelegt. Nach diesem wiederholte sich das mit umgekehrtem Vorzeichen, wieder in Versailles, und legte die Grundlage für den 2. Weltkrieg. So geht es also nicht.
1945 war man klüger vorgegangen, auch wenn die Frage der Kriegsschuld sehr viel eindeutiger war. Es dauerte freilich bis zu den 2+4 Verhandlungen, bis etwa Kohl bereit war, zögerlich die Oder-Neisse Grenze vorbehaltlos anzuerkennen. Seither gibt es kaum noch Deutsche, die den verlorenen Gebieten nachtrauern. Es geht also. Aber genau hier sollte man die gelegentlichen Versuche betrachten, diesen Erfolg nachträglich zum Misserfolg zu machen. Wenn betroffene Staaten, beispielsweise Griechenland oder Polen, auf moralisch eigentlich berechtigten Reparationen bestehen, die aus gutem Grund nach dem WK2 gering gehalten wurden. Diese Forderungen sind zwar wahltaktisch motiviert, würden aber auf Deutscher Seite hochkochen, wenn daraus wirklich Ernst werden könnte.
1871 nach dem Deutsch-Französischen Krieg hatte Deutschland die Lehren aus dem Wiener Kongress ignoriert, in Versailles demonstrativ triumphiert, und die Grundlage für den 1. Weltkrieg gelegt. Nach diesem wiederholte sich das mit umgekehrtem Vorzeichen, wieder in Versailles, und legte die Grundlage für den 2. Weltkrieg. So geht es also nicht.
1945 war man klüger vorgegangen, auch wenn die Frage der Kriegsschuld sehr viel eindeutiger war. Es dauerte freilich bis zu den 2+4 Verhandlungen, bis etwa Kohl bereit war, zögerlich die Oder-Neisse Grenze vorbehaltlos anzuerkennen. Seither gibt es kaum noch Deutsche, die den verlorenen Gebieten nachtrauern. Es geht also. Aber genau hier sollte man die gelegentlichen Versuche betrachten, diesen Erfolg nachträglich zum Misserfolg zu machen. Wenn betroffene Staaten, beispielsweise Griechenland oder Polen, auf moralisch eigentlich berechtigten Reparationen bestehen, die aus gutem Grund nach dem WK2 gering gehalten wurden. Diese Forderungen sind zwar wahltaktisch motiviert, würden aber auf Deutscher Seite hochkochen, wenn daraus wirklich Ernst werden könnte.
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