EU verpflichtet Apple zur Öffnung von iOS für Drittanbieter

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Natürlich wurden seitens Brüssel auch gute Dinge entschieden / beschlossen, im Sinne für den Verbraucher. Beispiel Roaming-Gebühren, oder einheitlicher Ladeanschluss USB-Kabel. So etwas sind allerdings bereichsübergreifende Dinge, die für alle Hersteller und Anbieter verbindlich sind.

Hier geht es jedoch um Dinge, die sie einem einzelnen Unternehmen diktieren wollen, wie es etwas in Zukunft zu machen hat. Und das finde ich, geht zu weit.
"Ich kaufe mir doch auch keine Playstation und pöble rum, dass es darauf kein Super Mario oder Zelda gibt.", sehr gutes Beispiel von @der spirit 👍 Und genau das beschreibt, was die EU da treibt. Die schreiben dir als Firma vor, in Zukunft musst du das auch möglich machen.
Angebot und Nachfrage regeln seit je her den Markt. Und das sieht man gerade sehr gut bei Apple. Der Markt straft Apple gerade mächtig ab für ihre Versäumnisse in Punkto KI, Siri und Co. Die Aktie hat in den letzten Wochen deutlich nachgegeben. Dafür braucht man nicht Brüssel. Und wenn der Endkunde merkt, von Apple kommt nichts Neues mehr, oder dies, das, jenes, geht da nicht, dann wird er sich auch früher oder später bei Samsung / Google / Xiaomi usw. umschauen.
 
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Hey zusammen,

die EU will mehr Wettbewerb - das ist grundsätzlich okay - aber der Preis dafür darf nicht schlechtere Nutzererfahrung oder Verlust von Sicherheit sein. Überhaupt: Immer wo die Politik eingreift, gibt es leider eben auch oft negative Entwicklungen - Apple wird jede der Maßnahmen zähneknirschend umsetzen um den Vorgaben zu genügen, aber die Gestaltung wird denke ich eher so unbequem wie möglich für uns Nutzer um's unattraktiv zu machen.

LG Sebastian
 
@Queeky

Schön dass du sony ansprichst. Da gibt es ebenfalls Probleme bezüglich dem Store auf der Playstation. Da hat die EU ebenfalls ein Problem, dass es keine Konkurrenz gibt.

Davon mal ab, betreibst du die ganze Zeit Whataboutism... Whataboutism – Wikipedia

Es ist wirklich anstrengend, seine Argumente auf diese Art und Weise zu untermauern. Die von dir genannten vergleiche sind total unpassend und unverständlich.
 
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@ses

In wie fern gibt es häufig Nachteile, wenn die Politik eingreift ? Meines Erachtens ist es die Aufgabe der Politik, den Kapitalismus im Schacht zu halten. Unternehmen sind nicht interessiert an einem fairen Wettbewerb oder an dem Wohlergehen der Menschen. Die Geschichte der Menschheit hat uns gelehrt, dass alleinige Macht, egal ob nun politisch, wirtschaftlich oder sonstiges, mehr zu negativen, als positiven führt.
Die Gestaltung liegt bei Apple und Apple kann, wenn es denn will, die Maßnahmen Kundenfreundlich umsetzen. Der Wille ist gering, weil die Befürchtung besteht, dass andere Produkte in Verbindung mit einem iPhone verwendet werden. Aus Apples Sicht, ist dies verständlicherweise negativ, aber als Kunde durchaus willkommen. Ich freue mich, dass meine Interessen vertreten werden und nicht die Interessen der Konzerne.
Ich bin in nicht EU Staaten unterwegs, wo die Regulierungen geringer und die Gefälligkeiten der Regierungen gegenüber Konzernen großzügig sind. Die Konsequenz sind verseuchte Böden, weniger Schutz der Arbeitnehmer. Das Persönliche Interesse der Konzerne wird über das Interesse der dortigen Bevölkerung gestellt.
Wir in der EU sind meines Erachtens zum Teil Wohlstands verwahrlost. Wir haben verlernt zu schätzen, was wir haben, da wir es inzwischen als Standard betrachten oder sogar als störend.

Ein gutes Beispiel, wie es sich entwickeln kann, sieht man momentan in den USA. Dort parken Tesla-Fahrzeuge vor dem weißen Haus, weil nun ein Konzernchef gut mit dem Präsidenten ist.

Sorry für das Off-Topic.
 
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Sonic-2k- schrieb:
Und wie kommst du darauf zum Beispiel deshalb eine Pin eingeben zu müssen ? Es gibt doch gar keine Grundlage für diese Sorge.

Wer weiß, was sich die EU noch so alles zum Kundenwohl ausdenkt. :1f607:

Egal. Ich persönlich nutze seit 2012 durchgängig iPhones in Verbindung mit einem Windows-PC und vermisse da ehrlich gesagt ziemlich wenig bis gar nichts. Liegt aber auch daran, dass mich neben der Apple Watch und den AirPods Pro die Produkte anderer Hersteller überhaupt nicht interessieren. Auch Smartphones mit Android interessieren mich nicht die Bohne. Bei den Tablets sieht das etwas anders aus, aber da bin ich ja nun auch wieder zu Apple zurück. Gar nicht mal wegen des Ökosystem, sondern weil ich einfach ein Tablet mit für mich guten Formfaktor und Face ID wollte und weil mich einige Gesten unter Android tierisch nervten.

Zwischen 2011 und 2012 hatte ich es mal mit einem MacBook und einem iMac 27 versucht, bin dann aber wieder zu Windows zurück, weil ich damit einfach besser klar kam. Aber das iPhone und die Apple Watch durften bleiben. Ich bin übrigens sehr zufrieden damit, dass Apple die Geräte und die Betriebssysteme über die Jahre nur so wenig verändert hat. Und bei der Apple Watch hoffe ich, dass sie die normale Series x noch lange Zeit so beibehalten werden. Ich mag einfach keine runden Smart Watches und finde die einfach nicht sinnvoll.

Wenn jemand meint, er müsse ständig zwischen Android und iOS hin und her wechseln, scheint er für mich ganz andere Probleme zu haben.
 
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@dtp

Persönliche verwende / habe ich nur noch ein Apple MacBook M1 Pro. Dies finde ich klasse und wird vermutlich so lange in meinem Besitz bleiben, bis die Hardware aufgibt. Vom iPhone, sowie der Apple Watch bin ich weg. Die Apple Watch hätte ich durchaus gerne weiterverwendet, aber leider macht dies mit Android keinen Spaß.
Ich wäre vermutlich heute noch iPhone-User, wenn Apple die Schritte, zu denen die nun aufgefordert werden von der EU, früher umgesetzt hätte.
Nun bin ich bei Google gelandet und werde vermutlich dort bleiben. Bin inzwischen älter geworden und meine Lust nach neuem sinkt immer weiter. Möchte eher etwas funktionierendes haben und dann bin ich zufrieden. Funktionieren heißt für mich: Es darf mich nicht einschränken. Leider hatte ich mit der Zeit zu viele Einschränkungen mit iOS und freue mich nun, dass diese mit der Zeit geringer werden.
 
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Queeky schrieb:
einem einzelnen Unternehmen

Das stimmt nicht. Die Gesetze gelten für alle Hersteller. Wie ich schon schrieb, sind die anderen auch irgendwann dran.

Die EU wird die Verbindungsmöglichkeiten, mehr ist es nicht, erstmal bei Apple durchsetzten, die anderen werden automatisch nachziehen - müssen.

Queeky schrieb:
Angebot und Nachfrage regeln seit je her den Markt.

Bei Monopolisten regelt der Markt alleine gar nichts mehr. Stichwort Marktkonzentration und Marktmacht. Wie auch schon geschrieben, es geht nicht um Apple alleine, den Politikern, die selbst Nutzer sind ist mit Sicherheit irgendwann der Hut hochgegangen, weil u.a. auch Google und Samsung anfangen das gleiche Prinzip zu reiten, dann macht es sich erst wirklich bemerkbar. Beispiele für Google und Samsung muss ich wohl nicht extra nennen.


ses schrieb:
Hey zusammen,

die EU will mehr Wettbewerb - das ist grundsätzlich okay - aber der Preis dafür darf nicht schlechtere Nutzererfahrung oder Verlust von Sicherheit sein. Überhaupt: Immer wo die Politik eingreift, gibt es leider eben auch oft negative Entwicklungen - Apple wird jede der Maßnahmen zähneknirschend umsetzen um den Vorgaben zu genügen, aber die Gestaltung wird denke ich eher so unbequem wie möglich für uns Nutzer um's unattraktiv zu machen.

LG Sebastian

Ich weiss gar nicht ob es um mehr Wettbewerb geht, am End ja. Es geht um die Freiheit der Wahl der Mittel. Der Nutzer kann sich das Gerät SEINER Wahl nehmen, und die Systeme arbeiten zusammen. Also gerade keine schlechtere Nutzererfahrung - das ist genau das was wir im Moment haben.
Man muss quasi iPhones nutzen, die hinterher hinken, weil man sonst Systemprobleme hat.
Apple wird natürlich versuchen es so unattraktiv wie möglich zu gestalten, irgendwann haben sie dann aber wieder die EU am Hacken, die Umsetzung wird schon kontrolliert. Außerdem geht Apple damit dann das Risiko der Zahlung von Milliarden Strafen ein, da eine miese Umsetzung als keine Umsetzung gewertet werden kann. Apple hat da ja Erfahrungen mit der EU.
Anderenfalls gibt es dann eine Vorgabe gleich mit wie es zu laufen hat
Jetzt git es sicherlich gerade einen Aufschrei - die Vorgabe lautet einfach nur - es muss problemlos laufen, oder so wie bei Apple-Eigenen Produkten.



dtp schrieb:
Wenn jemand meint, er müsse ständig zwischen Android und iOS hin und her wechseln, scheint er für mich ganz andere Probleme zu haben.

Der Verbraucher darf wechseln wie er möchte. Ich hatte z.B. nach fast Jahrzehnten kurz zum Samsung S25 gewechselt, weil bei meinem Billo-Samsung-Diensthandy einiges, u.a. die KI viel besser funktionierte.
So habe ich mal über den Tellerrand geguckt, und mir gingen die Augen über, was sich da für eine geile Android-Welt auftat, wie fortschrittlich Samsung gegenüber Apple bei den Smartphones ist
Bei den Tech-Youtubern ist es z.B. normal immer beide Systeme zu nutzen, die haben es natürlich zum Nulltarif. Da sind auch welche drunter, die müssen quasi ein iPhone nutzen, weil sie die Apple Watch favorisieren. Womit wir wieder beim Thema sind.
Mir hat der Wechsel jedenfalls die Augen geöffnet. Gescheitert ist der Wechsel eben an Apple UND Samsung, da die es beide nicht wollen.

Auslöser dafür ist aber nicht Samsung, sondern Apple. Daher hat die EU Apple jetzt am Kragen.
 
Obelix65 schrieb:
Der Verbraucher darf wechseln wie er möchte.

Dass er nicht darf, hab ich ja auch gar nicht geschrieben. Aber man sollte sich vielleicht mal hinterfragen, warum man das muss. Ist es der Drang nach Veränderung oder die Angst etwas zu verpassen?

Ich bin 57 Jahre alt und hatte noch nie ein Smartphone mit Android. Vor meinem ersten iPhone war ich großer Fan von Windows Mobile bzw. Phone, das dann ja leider eingestellt wurde. Und dann kaufte ich mir mein erstes iPhone und seitdem bin ich absolut zufrieden damit. Selbst in Verbindung mit Windows. Ich kann auch nicht verstehen, warum man bei Apple von einem goldenen Käfig spricht. Ich persönlich fühle mich absolut nicht eingesperrt und wenn doch, dann habe ich die Möglichkeit, zu einem anderen Hersteller zu wechseln. Es zwingt mich ja niemand, bei Apple zu bleiben. Aber umgekehrt verlange ich auch nicht, dass Apple all das kann und macht, was mit Android möglich ist. Anders herum genau so wenig.

Primär sind es die Apple Watch und Homekit, die mich im Ökosystem von Apple halten. Und ehrlich gesagt auch iOS/iPadOS, die mir einfach besser gefallen als Android, das mir hier und da etwas zu "hemdsärmelig" ist. Und was ich noch total an Apple schätze, ist die Update-Politik, weil die mobilen OS-Updates, bis auf wenige Sicherheits-Patches oder Bug Fixes, immer gleichzeitig über alle Geräte ausgerollt werden. Ich fände es absolut ärgerlich, wenn das aufgeweicht werden würde.
 
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In einem Punkt schlägt die EU wohl nicht gegen Apple quer denn die EU hat Apple trotz USB-C Pflicht im EU Raum die Freigabe für iPhones ohne Anschlussports erteilt, welches schon ab dem iPhone 17 Air kommen könnte.
 
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Das dürfte dann aber für alle Smartphone-Hersteller gelten. Ich persönlich kann super auf eine Buchse, egal ob USB-C, Lightning oder was auch immer, am iPhone verzichten. Hab die schon eine gefühlte Ewigkeit nicht mehr genutzt. Daten werden mobil oder per WLAN übertragen und Energie per MagSafe.

Toll wäre es, wenn das iPhone dadurch komplett wasserdicht werden könnte, um damit dann auch unbesorgt unter Wasser Fotos machen zu können.

Im Grunde genommen sind die im Ausgangsposting genannten Punkte der EU ja durchaus okay. Nicht so ganz verstehen kann ich, warum BT-Kopfhörer von Drittherstellern den gleichen Anmeldevorgang haben müssen, wie die AirPods? Dann könnte man ja eigentlich auch von Android verlangen, dass es dort einen entsprechenden Anmeldevorgang für alle In-Ear-Kopfhörer gibt.

Ich fände es da viel sinnvoller, die EU würde verlangen, dass zellulare Smart Watches sich mit der Freisprecheinrichtung eines Kfz verbinden lassen müssen, denn das Telefonieren über eine Smart Watch am Arm ist noch gefährlicher als wenn ich das Smartphone ans Ohr halte. Das wäre etwas, was ich mir sehr von meiner Apple Watch wünschen würde. Und auch, dass sie sich mit vielen anderen BT-Geräten koppeln lässt und dass man mit ihr Automationen mit passiven NFC-Tags steuern kann. Stattdessen kommen da irgendwie immer nur mehr zum Teil unsinnige Gesundheitssensoren rein. Selbst auf die EKG- und Blutsauerstoffmessung der Apple Watch könnte ich super verzichten. Blutdruck und Blutzucker sind auch Spielereien, die ich persönlich nicht brauche. Gut, Blutzucker könnte schon sehr hilfreich sein, da man den immer sehr zeitnah beobachten muss, aber sonst... Dann lieber eine Kamera zum Scannen von QR-Codes und Dokumenten.
 
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@dtp Was Du da oben aufführst in Bezug auf die Updates stimmt. Die meisten die hier diskutieren haben ja nicht ohne Grund Apple-Hardware, und oft auch nicht wenig davon. Da sind die Updates mit Sicherheit ein Grund dafür, und auch ein Grund für die Sicherheit bei Apple, womit ein Thema schon mal abgehakt wäre. Denn da will die EU ja nicht ran.

dtp schrieb:
Primär sind es die Apple Watch und Homekit, die mich im Ökosystem von Apple halten.

Hast Du Dich da jetzt selbst verraten? ; ) ) Du würdest gerne bei anderen Gräten wechseln wollen, kannst aber nicht wegen der Watch und Homekit? Ich habe für so etwas ein altes iPhone 11 mit aktueller Software, so hatte ich es beim Nutzen des Samsung S25 gehandhabt.

"Sicherer" fühle ich ich bei Apple auch. Sehr wahrscheinlich ist das aber nur ein Gefühl. Dem Marketing sei Dank.

Eine Deutsche Ministerin sagte damals auf die Frage von wegen Banking Apps auf Handys, dass ihr kein einziger Fall bekannt sei, wo es über das Handy ein Sicherheitsproblem gab. Und die muss es wissen.
Wie wir wissen, ist die Sicherheit IMMER vom User abhängig, fast nie von den Geräten. Das sehe ich bei Android auch so.

Was mich "nervt" und mir ein "unsicheres" Gefühl gibt bei Android, ist die Tatsache dass ich beim S25 einen Samsung-Account, einen Google-Account, und am besten noch einen Windows-Account brauchte. Also die ganzen Datenschleudern, die sich dann auch noch untereinander bekriegen. Und genau da kommt Apple zum Zug, alles aus einer Hand - und das ist Balsam auf meiner SicherheitsGefühlsEbene! : ) )

Darum ist es eigentlich falsch dass wir hier nur über Apple reden, denn wie bereits erwähnt, wird es danach die anderen auch treffen.

Ich kam mit dem Google-Account auf dem S25 ganz gut klar - bis man dann wegen irgendeiner Kleinigkeit in den Samsung-Account gezwungen wird. Und ganz am Ende zahlt man für jeden einzelnen Account wenn man ihn wirklich nutzt.

Da ist dann auch wieder Apple im Vorteil. Das System Apple ist also gar nicht übel. Und die Forderungen der EU werden daran auch nichts ändern.

Ich sehe an den Forderungen der EU den Vorteil darin, dass ALLE Hersteller und Systeme am Ende mehr möglich machen müssen, und das auch problemlos können, ohne irgendeine Einschränkung bei Komfort und Sicherheit.
 
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Obelix65 schrieb:
Hast Du Dich da jetzt selbst verraten? ; ) )

Nee, nee. Ich fühle mich ganz wohl mit dem iPhone und habe mir ja sogar erst kürzlich wieder ein iPad Pro gekauft. Das passt schon. :1f60e:
 
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MMI schrieb:
Die EU ist mal wieder da und hat sich weiter Apple als neue Zielscheibe ausgewählt um alles dafür zu tun, dass iOS immer mehr geöffnet wird.

Und das findest du grundsätzlich schlecht oder verwerflich, oder wie darf man diesen negativ-konnotierten Unterton bereits im Einleitungssatz hier verstehen?

Gerade fast schon täglich bin ich heilfroh, dass es hierzulande immer noch Gesetze und Vorschriften gibt, an die man sich zu halten hat. Vom Datenschutz angefangen bis hin zu fairem Marktwettbewerb. Vor allem, wenn man sich zurzeit mal so umschaut, welche Entwicklungen um uns herum hier im Gange sind... Monopolismus und autokratisch/autoritäre Strukturen sind eh schon sekündlich am Wachsen wie ein Krebsgeschwür...

Wenn Apple seine Produkte hier vermarkten will, dann sollen sie sich gefälligst, und Meta genauso - dieses olle Fähnlein-im-Winde (je nach US-Administration) - an europäische Normen und Wertvorstellungen halten, sonst können sie ihren Kladdaradatsch einfach woanders vermarkten. Und wenn der EU-Markt wegfallen würde, würden sie sich gehörig ins eigene Knie schießen.

MMI schrieb:
Ich bin mal gespannt, wann Apple Trump einschaltet und der dann gegen die EU geht 🙈

Und du denkst, die EU wird dann unterwürfig vor Angst zittern und auf die Knie fallen? Ich bin eher mal gespannt, was er sagen wird, wenn er merkt, dass die EU nicht mehr sein Spielball ist, den er rumkicken kann je nach Gusto. Ein guter Anfang ist schon mal gemacht. Schottischer Whiskey ist ohnehin das Original und wesentlich besser als das copycat-Zeug aus Übersee.

Ich finde es sehr gut, dass wir als EU so langsam aus unserem Dornröschenschlaf erwachen und anfangen, uns zu emanzipieren. Auf die US ist kein Verlass (mehr). Wir müssen uns um unsere eigenen Angelegenheiten kümmern und für unsere eigenen Interessen einstehen, von mir aus auch durch Zähne zeigen.

Traurig, dass manch einer eben nur eine solche Sprache versteht, aber sei's drum... Die Kuschel- und Kusch-Mentalität ist längst vorbei und hat gezeigt, dass die uns keinen Meter weit gebracht hat.
 
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Kreacher schrieb:
Und das findest du grundsätzlich schlecht oder verwerflich, oder wie darf man diesen negativ-konnotierten Unterton bereits im Einleitungssatz hier verstehen?

Sehr schlecht, sehr.
Aber aus politischer Detaildiskussion halte ich mich grundsätzlich raus.

Es gibt ja hier im Thread und in der Plauderecke genügend sogenannte "Fachpolitiker", die ja sämtliche Diskussionen dazu schon übernehmen :D


Und bezüglich des Einleitungssatzes, der Beitrag wurde von mir ursprünglich ganz normal im allgemeinen Apple Thread gepostet, nicht als neues Thema. Der wurde erst später ausgelagert, deshalb klingt die Eröffnung in den neuen Thread hier etwas komisch.

Mal schauen ob ich das gleich nochmal anpasse.
 
Das ganze kann ja auch so gelöst werden, das es einen Schalter in den Einstellungen gibt " Only allow Apple Infrastructure On/Off"

Bei On bleibt alles so wie es bisher ist.
Bei Off werden Fremdgeräte und Kompatibilität zu anderen OS freigegeben.

Wäre das für Apple User okey?
Es geht hier ja nicht darum euch Apple madig zu machen, es geht um die OPTION/WAHL.


Ich finde das einige gute Vorgaben dabei sind.
Es ist schon Recht nervig, das man z.B immer noch nicht barrierefrei Daten zwischen OS teilen kann.
Ein Standard (Bluetooth) der bestimmte Dinge nicht erlaubt, ist eben kein Standard.

Und wie hier schon öfters gesagt, das nur auf Apple gegangen wird ist auch nicht richtig.
Hersteller von Android Geräten machen den selben Mist. (Samsung Google Asus... )


Cappolino schrieb:
Ich warte auf den Tag, an dem ich ohne Einschränkung von jedem Hersteller das für mich passende Stück Hardware kaufen kann. Und alles arbeitet wunderbar zusammen. :1f607:
Gut gesprochen.
Wenn ich die Wahl selbst treffen darf ob ich das will oder nicht, ist doch alles supi


Beispiel:
Ich habe erst die letzten Wochen verschiedene Tracker getestet. MotoTag, Samsung Tag, AirTag.


Das AirTag schließt am besten ab.
Da ich jedoch Android nutze, kann ich das AirTag nicht einfach nutzen.

Welchen Nachteil hätte Apple, wenn das mit Android auch funktionieren würde?
Der Verkauf der AirTags bringt Geld ein und durch mehr Geräte die beitragen steigt die Qualität des Netzwerks.
Aktuell gibt's 3 Netzwerke:
-FindMy
-Find My Device
-Samsung Find.

Keines davon funktioniert problemlos und 100% zuverlässig. Was würde also gegen einen generellen geräteübergreifenden Standard sprechen?
Das einzige was die Hersteller versuchen ist, die User in ein Ökosystem zu zwingen. Und sowas ist einfach Mist. (Von ALLEN Beteiligten, nicht nur von Apple)

Auch wenn man die Ressourcen bedenkt. Bei 3 Netzwerken = 3x so hoch = 2x Ressourcenverschwendung
 
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Kreacher schrieb:
Die Kuschel- und Kusch-Mentalität ist längst vorbei und hat gezeigt, dass die uns keinen Meter weit gebracht hat.

Kommt drauf an, wo dein Ausgangspunkt ist. Ich finde, seit dem Ende des zweiten Weltkriegs hat sie uns durchaus sehr weit gebracht.

Skyhigh schrieb:
Es ist schon Recht nervig, das man z.B immer noch nicht barrierefrei Daten zwischen OS teilen kann.

Was heißt denn "barrierefrei"? Ich kann doch relativ problemlos z.B. zwischen Windows und der iCloud Dateien, Bilder und Videos verschieben. Und wie gesagt geht das auch mit einem eigenen NAS von z.B. Synology.
 
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@dtp
Barrierefrei heißt ohne iCloud oder einem NAS. Die Barriere sind die beiden von dir aufgezählten Dinge.
 
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Skyhigh schrieb:
Das einzige was die Hersteller versuchen ist, die User in ein Ökosystem zu zwingen. Und sowas ist einfach Mist. (Von ALLEN Beteiligten, nicht nur von Apple)

Das ist für einige kleinere Hersteller sogar überlebenswichtig. Es gibt z.B. auch keine generelle, herstellerübergreifende Akkuschnittstelle für Elektrowerkzeuge. Da kocht jeder größere Hersteller sein eigenes Süppchen, wenn man mal von Akku-Allianzen absieht. Aber so sichert man sich einen gewissen Umsatz, weil die Akkus eben auch zum Teil patentrechtlich geschützt sind und weil Kunden dann auch bevorzugt Geräte kaufen, die zu den vorhandenen Akkus passen.

Gibt ja zig Beispiele, wo explizit Schnittstellen vorhanden sind, die nur bestimmte Soft- oder Hardware akzeptieren. Entweder, man erwirbt eine entsprechende Lizenz oder man bleibt außen vor. Gut, irgendwann sind die Schnittstellen dann frei nutzbar, aber bis dahin eben nicht.

Sonic-2k- schrieb:
Barrierefrei heißt ohne iCloud oder einem NAS. Die Barriere sind die beiden von dir aufgezählten Dinge.

Barrierefrei heißt also kostenlos? Denn auch ein simpler USB-Stick wäre schließlich eine Barriere? Wobei, die iCloud ist bis zu 5 GB sogar kostenlos. Und auch iCloud für Windows ist kostenlos. Ergo ist die iCloud höchstens eine Barriere was die maximale Datenmenge angeht.

Und manche Dinge sind von Apple Hersteller übergreifend implementiert, wenn ich da z.B. an CarPlay, AirPlay 2 oder AirPrint denke.

Müsste dann nicht z.B. auch BMW seinen Digital Key für andere Smart Watches öffnen? Bisher ist der nur in Verbindung mit der Apple Watch nutzbar. Ich weiß nur nicht, ob das an Apple oder an BMW liegt. Könnte mir schon vorstellen, dass es hier bestimmte Lizenzverträge gibt, die eine Erweiterung auf andere Hersteller untersagen.
 
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@dtp

Meinem Wissen nach, handelt es sich bei CarPlay, AirPlay 2 oder AirPrint nicht um freiverfügbare Standards, sondern man benötigt für deren Verwendung eine Lizenz seitens Apple, aber 100 Prozent bin ich mir gerade nicht sicher.
Unter Barrierefrei verstehe ich: USB-Kabel an das iPhone und an den PC (Windows). Daten hin und herschieben via Drag and Drop, wie es seit mehreren Jahren quasi überall möglich ist, außer bei Apple bzw. iOS.
 
Skyhigh schrieb:
Wäre das für Apple User okey?

Vermutlich stellt bereits das schon zu viel (an das dekadente Android erinnernde) "Freiheit" dar.
 
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